Richtig Trinken beim Trekking

Mehr als nur Wasser gegen den Durst

Wer stundenlang mit schwerem Gepäck in den Bergen unterwegs ist, verlangt seinem Körper Höchstleistungen ab. Oft wird dabei unterschätzt, wie viel Flüssigkeit man durch Schwitzen tatsächlich verliert. Dehydrierung ist einer der häufigsten Gründe für vorzeitige Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und Muskelkrämpfe auf dem Trail. Doch einfach nur literweise Leitungswasser zu trinken, reicht bei intensiven Touren oft nicht aus.

Warum reines Wasser manchmal nicht genügt
Beim Schwitzen verlieren wir nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe – sogenannte Elektrolyte wie Natrium, Magnesium und Kalium. Wenn wir bei extremer Anstrengung nur extrem viel kalkarmes Wasser trinken, schwemmen wir diese Salze noch weiter aus. Das kann im schlimmsten Fall zur sogenannten Wasservergiftung (Hyponatriämie) führen. Ein gutes Trekking-Getränk sollte daher immer eine leicht isotonische Komponente haben. Eine Prise Salz und ein Schuss Fruchtsaft im Wasser bewirken hier oft schon Wunder.

Ein Wanderer trinkt aus einer Trinkflasche während einer Rast in den Bergen.

Die Strategie: Regelmäßig statt viel auf einmal
Der Körper kann pro Stunde nur etwa 500 bis 800 ml Flüssigkeit effizient verwerten. Es bringt also nichts, bei einer Pause einen ganzen Liter auf ex zu trinken. Erfahrene Wanderer nutzen Trinksysteme mit Schlauch, um alle 15 bis 20 Minuten ein paar Schlucke zu nehmen. Das hält den Flüssigkeitshaushalt konstant und beugt dem Durstgefühl vor, bevor es überhaupt entsteht. Vor allem, wenn man sich auf Portalen wie Vartrek über anspruchsvolle Mehrtagestouren informiert, sollte die Planung der Wasserstellen entlang der Route oberste Priorität haben.

Tipps für unterwegs: Wasseraufbereitung und Geschmack
In vielen Wandergebieten kann man Wasser aus Bächen gewinnen, doch Vorsicht ist geboten. Bakterien oder Verunreinigungen durch Weidevieh können den Magen ruinieren. Mobile Filter oder Reinigungstabletten gehören daher in jeden Rucksack. Wer den faden Geschmack von gefiltertem Wasser nicht mag, kann auf spezielle Elektrolyt-Tabs zurückgreifen, die kaum Gewicht einnehmen und das Getränk zusätzlich mit Mineralien anreichern. Professionelle Trekking-Tipps raten zudem dazu, bereits am Abend vor der Tour den Speicher ordentlich aufzufüllen.

Fazit: Hydrierung als Sicherheitsfaktor
Richtiges Trinken ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für die Sicherheit am Berg. Ein gut hydrierter Wanderer trifft bessere Entscheidungen und ist weniger anfällig für Verletzungen. Bevor du also deine nächste Route planst, denke nicht nur an die Jause, sondern vor allem an die richtige Trinkstrategie.

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